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Hochwasserschutz

Aktuelle Hochwasserkarten

Zur Einschätzung der eigenen Betroffenheit empfiehlt sich ein Blick in die aktuellen Hochwasserkarten.Das Land NRW (MUNLV) stellt auf der Plattform www.hochwasserkarten.nrw.de die im Jahr 2025 aktualisierten, landesweiten Hochwasserrisiko- und gefahrenkarten in einem Geokartendienst zur Verfügung. Der Dienst erlaubt die zusätzliche Einbindung landesweiter Starkregenhinweiskarten und ermöglicht die Generierung einer Druckansicht. Vorgenerierte .pdf-Ansichten für die einzelnen Flussbereiche gibt es nicht mehr und werden durch den Dienst ersetzt. Wer sich für weitere wasserbezogene Daten interessiert, wird auf www.elwasweb.nrw.de fündig.

 

Angebote zur Selbsthilfe

Für den Privatanwender, der eine übersichtliche Schnelleinschätzung für sein Gebäude sucht, empfiehlt die Stabsstelle Klimaschutz die Anwendung H2OCH WASSER APP, welche auch als Handy-App verfügbar ist („Hochwasser-App“, Anbieter HKC). Die Anwendung generiert nach Eingabe einer Adresse Karten für diverse Hochwasser- und Starkregenszenarien und gibt eine Einschätzung über die konkrete Gefährdung.

Sollte eine Gefährdung für Ihr Grundstück angezeigt werden, empfiehlt sich die Durchführung des „Quick-Check“, der nach Bearbeitung weiterführende Informationen zu Objektschutzmaßnahmen und dem richtigen Verhalten ausgibt. Ein weiterer sinnvoller Schritt kann der Erwerb des „Hochwasser-Pass“ darstellen. Hierbei wird ein Sachkundiger hinzugezogen, der einen Nachweis für die Hochwassergefährdung und oder Angepasstheit des Gebäudes ausstellt. Der Hochwasser-Pass hilft auch bei Verkauf, Vermietung und Versicherung des Gebäudes, weil dort Überflutungsrisiken sowie vollzogene Schutzmaßnahmen ausgewiesen werden.

Zum Dienst „H²OCH WASSER APP: www.hochwasser-app.nrw

Zum Quick-Check: https://www.hochwasser-pass.info/quickcheck

Zum Hochwasser-Pass: https://www.hochwasser-pass.info/hochwasser-pass

 

Aktuelle Pegeldaten aus der Region

Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) gibt sämtliche Pegelstände im Kreis Mettmann auf der Seite www.pegelonline.brw-haan.de wieder.

Den größten Umfangsumfang in einer Handy-App erhalten Sie über den Dienst „Meine Pegel“. Meine Pegel ist die amtliche Wasserstands- und Hochwasser-Informations-App mit rund 2.500 Pegeln in Deutschland. Informieren Sie sich über den aktuellen Wasserstand an Ihrem Pegel und lassen Sie sich über Push-Mitteilung bei Über- oder Unterschreitung von individuell konfigurierbaren Grenzwerten benachrichtigen.

Das neue Hochwasserportal des LANUK www.hochwasserportal.nrw zeigt Ihnen die aktuellen Pegeldaten auf Landesebene und bereitet weitere Informationen wie hydrologische Lageberichte und Warnberichte benutzerfreundlich auf.

 

Allgemeine Informationen zum Hochwasserschutz

Der behördliche Hochwasserschutz erfolgt im Bereich der räumlichen Planung im Wesentlichen durch die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten. Überschwemmungsgebiete sind gemäß § 76 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Gebiete zwischen oberirdischen Gewässern und Deichen oder Hochufern und sonstige Gebiete, die bei Hochwasser überschwemmt oder durchflossen oder die für Hochwasserentlastung oder Rückhaltung beansprucht werden. Berechnungsgrundlage für Überschwemmungsgebiete ist ein Hochwasserereignis, wie es statistisch einmal in 100 Jahren zu erwarten ist. Für festgesetzte Überschwemmungsgebiete gelten besondere Schutzvorschriften. Diese Festsetzung ist für die Eigentümerinnen und Eigentümer daher mit unmittelbaren Rechtsfolgen für ihr Grundstück verbunden.

Ergänzt wird die Festsetzung von Überschwemmungsgebieten durch das Hochwasserrisikomanagement. Alle 6 Jahre werden in Nordrhein-Westfalen für alle Gebiete, in denen signifikante Hochwasserschäden auftreten können, Hochwasserrisikomanagementpläne aktualisiert. Ziel dieser Pläne ist es, über bestehende Gefahren zu informieren und Maßnahmen unterschiedlicher Akteure zu erfassen und abzustimmen, um hochwasserbedingte Risiken für die menschliche Gesundheit, die Umwelt, Infrastrukturen und Eigentum zu verringern und zu bewältigen. Diesen Plänen wird neben einem 10-jährlichen und einem 100-jährlichen Hochwasser auch ein statistisch 1.000-jährliches Hochwasserereignis (HQextrem) zugrunde gelegt. Die Pläne gehen somit über die Bereiche der förmlich festgesetzten Überschwemmungsgebiete hinaus. Für das Velberter Stadtgebiet sind der Deilbach und der Hardenberger Bach als Risikogewässer klassifiziert worden, für welche im Kommunensteckbrief Maßnahmen über die Hochwasserrisikomanagementpläne festgelegt sind.

Aktueller Kommunensteckbrief für Velbert (2021)

Starkregenvorsorge

Hochwasser tritt selten isoliert auf und entwickelt sich in der Regel als Folge von Starkregen, wie auch am 14.Juli 2021. Das damalige Ereignis hat aufgezeigt, dass bei extremen Starkregenereignissen nahezu jedes Grundstück durch Oberflächenabfluss gefährdet sein kann. Unter der Rubrik Starkregenvorsorge sind Informationen, Tools und Kontaktstellen für Velberter Bürgerinnen und Bürger hinterlegt. Derzeit arbeitet der Kreis Mettmann an einer kreisweiten Starkregenanalyse, die dort ebenfalls nach Fertigstellung zu finden sein wird.