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Familienplaner - November

Inzwischen kennen wir alle diese Bilder: Unmengen an Müll treiben im Meer umher. Zahlen alleine hätten nicht das bewirken können, was diese Bilder geschafft haben. Es wurde stark verdeutlicht, was unser Konsum für langanhaltende Folgen hat.
Laut dem Umweltbundesamt fielen im Jahr 2019 18,91 Millionen Tonnen Verpackungen in Deutschland an. Diese Menge gilt es zu reduzieren.
Um die Unmengen an Verpackungen zu reduzieren, können wir uns stets fragen: Brauche ich z.B. die Plastiktüte? Und ist diese nach einmaliger Nutzung Müll? In vielen Bereichen gibt es tolle Mehrweg-Alternativen. Auf die knittrigen Einwegflaschen kann man ganz verzichten und sich für die Mehrwegflasche aus der Region entscheiden. Bei den Getränken ist am klimafreundlichsten das frisch gezapfte Leitungswasser.

Die Mehrweg-PET-Flasche wird bis zu 25-mal wieder befüllt. Dies ist zwar nur halb so häufig wie die Glasflasche, dafür ist sie deutlich leichter, dies verringert die Emissionen, die beim Transport entstehen. Das Problem ist, dass für die Herstellung Erdöl benötigt wird. Dieses schlägt sich insgesamt gravierend auf den Produktfußabdruck nieder.

Die Einweg-PET-Flasche hat aufgrund des geringen Gewichts den gleichen Vorteil wie die Mehrweg-PET-Flasche in Bezug auf den Energieaufwand bei dem Transport. Dafür wird die Einwegflasche wirklich nur ein einziges Mal befüllt. Zwar ist die Recyclingquote (u.a. aufgrund des Pfandsystems) sehr hoch, aber das entstehende Kunststoff-Granulat hat einen hohen Qualitätsverlust und kann nur zu einem Bruchteil für neue Flaschen eingesetzt werden. Die neue Einweg-PET-Flasche besteht nur zu etwa 25 % aus dem recyceltem Material, für die restlichen 75 % muss neuer Kunststoff verwendet werden. Auch hier wird unter anderem der Rohstoff Erdöl verwendet. Die Ökobilanz der PET-Einweg-Flasche ist im Vergleich zum Mehrwegsystem sehr schlecht. Dennoch steigt die Nachfrage in Deutschland stetig an.

Die Mehrweg-Glasflasche erfreut sich großer Beliebtheit. Vor allem beim Bier greift man in Deutschland am liebsten zur Mehrweg-Glasflasche (Mehrwegquote: 80 %). Auch bei Fruchtsäften sind die Mehrweg-Glasflaschen beliebt und das Angebot groß. Die Mehrweg-Glasflasche wird bis zu 50-mal wieder befüllt. Da der Transportweg vor allem von den Brauereien bis zum Handel häufig kurz ist, kann man mit der Mehrweg-Glasflasche das Klima weniger belasten. Die verursacht etwa halb so viel CO2 wie die Einwegverpackung aus Plastik. Der Nachteil ist hier das Gewicht, dadurch werden beim Transport mehr Emissionen verursacht. Je weiter der Transportweg für das Getränk ist, desto negativer wirkt sich dies auf die CO2-Bilanz aus. Dementsprechend sind Getränke aus der Region weniger bestastend.

Die Einweg-Glasflasche hat den Vorteil, dass Glas beliebig häufig eingeschmolzen werden kann und damit zu neuem Glas wird. Zu ungefähr 60 % wird die Glasverpackung zurück in den Kreislauf geführt. Allerdings wird die Einweg-Glasfalsche nur einmal befüllt, das Recyceln benötigt viel Energie. Zusätzlich verursacht hier aufgrund des Gewichts auch der Transportweg mehr Emissionen als bei anderen Verpackungsmaterialien.

Die Kreide-PET-Beutel, die man z.B. inzwischen als Milchverpackung sieht, werden zu 40 % aus natürlicher Kreide hergestellt. Somit kann der Kunststoffanteil reduziert werden, wodurch Ressourcen eingespart werden. Zudem ist das Verpackungsgewicht sehr gering, was sich positiv auf den Transport auswirkt. Der Nachteil ist, dass das deutsche Recyclingsystem noch nicht auf diese Verpackungsart ausgelegt ist, wodurch diese in der Müllverbrennung landen.

Generell werden Getränkekartons als „ökologisch vorteilhafte Verpackung“ (Bundesumweltministerium) eingestuft. Sie haben ein geringes Gewicht und bestehen teilweise aus nachwachsenden Rohstoffen. Auch das Recyclingsystem ist auf die Getränkekartons ausgelegt, was die Recyclingquote fördert. Allerdings sind an den meisten Getränkekartons Ausgießhilfen angebracht, wasden Kunststoffanteil an der Verpackung erhöht.

Die Getränkedose besteht zu einem großen Teil aus Aluminium, dieses kann vollständig recycelt werden. Zudem sind die Dosen sehr leicht, was den Transport besser gestaltet. Allerdings wird für die Herstellung sehr viel Energie benötigt. Die benötigten Rohstoffe sorgen in den Abbauländern häufig dafür, dass Regen- und Urwälder abgeholzt werden. Zudem werden die Dosen nur einmal verwendet. Dies sorgt dafür, dass die Getränkedose bei den Getränkeverpackungen aus ökologischer Sicht das Schlusslicht bildet.

Papier und Karton ist eine gute Alternative. Papier besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die sogar nachhaltig erwirtschaftet werden können. Die Recyclingquote ist zudem sehr hoch, eine neue Verpackung besteht zu ungefähr 68 % aus Altpapier. Karton besteht häufig zu 100 % aus Altpapier. Zudem haben diese Verpackungen ein sehr geringes Gewicht, was den Transport erleichtert. Doch auch wenn die Belastung durch Papier und Karton sehr gering ist, werden hier (je nach Quelle) 600 – 700 Kilogramm CO2 bei der Produktion ausgestoßen.

Polyolefine sind sehr leicht, dies ist bei längeren Transportwegen vorteilhaft. Zudem heißt ein geringes Verpackungsgewicht auch eine geringe Müllmenge. Allerdings werden bei der Herstellung von PE-Granulat viele Emissionen verursacht und endliche Rohstoffe benötigt.

Aluminium-Verpackungen können sehr gut recycelt werden. Allerdings gilt für die Aluminiumfolie das gleiche wie für die Getränkedosen: Die Herstellung ist sehr energieaufwändig und die Rohstoffe haben einen starken negativen Einfluss auf die Klimabilanz.

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