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Familienplaner 2021 - Januar

Ernährung - Man ist, was man isst

Unser Körper wandelt die zugeführte Nahrung in Energie um. Doch bis wir das fertige Essen genießen können, wird bei der Herstellung viel Energie aufgewendet. So verursacht unsere Ernährung etwa 15 Prozent der CO2-Pro-Kopf-Emissionen in Deutschland. Im Folgenden sind einfache Tipps aufgeführt, wie wir effektiv auf unseren Konsum Einfluss nehmen können.
Die Transportwege haben einen großen Einfluss auf die verursachten Emissionen unserer Lebensmittel. Daher ist ein regionaler und saisonaler Einkauf von besonderer Bedeutung. Vor allem bei Lebensmitteln, die eingeflogen werden, fallen erhebliche Emissionen an. Dies gilt für biologisch erzeugte und konventionelle Produkte gleichermaßen. Wenn man Lust auf etwas Exotisches hat, kann man zusätzlich auf ein Fairtrade-Siegel achten. Bei fair gehandelten Produkten werden Kleinanbauende ebenso wie eine nachhaltige Landwirtschaft in Ländern des globalen Südens unterstützt. Doch auch die landwirtschaftlichen Betriebe direkt nebenan sind froh über Unterstützung. Wenn diese einen Direktverkauf anbieten, lohnt es sich auch hier einzukaufen. Die Preise sind häufig gleich teuer oder sogar günstiger, da keine Zwischenhändler bezahlt werden müssen. Und es ist nicht nur für Kinder schön zu sehen, dass die Kartoffeln aus der Erde kommen und es der Kuh, deren Milch wir trinken, gut geht.
Saisonkalender

Biologisch hergestellte Produkte sind klimafreundlicher als Produkte aus der konventionellen Erzeugung.  Ein bedeutendes Merkmal ist der Verzicht auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz und auf leicht löslichen mineralischen Dünger. Zusätzlich sind die Bedingungen für die Tierhaltung bei Produkten mit einem biologischen Standard artgerechter. Doch nicht jedes Biosiegel sagt das gleiche aus. Wer sich mehr Klarheit im deutschen Siegeldschungel wünscht, findet weitere Informationen auf https://www.siegelklarheit.de/#lebensmittel .

Tierische Produkte haben einen deutlich größeren ökologischen Fußabdruck als pflanzliche Produkte. Ein Kilogramm Gemüse verursacht weniger als ein Kilogramm Treibhausgase, ein Kilogramm Rindfleisch bis zu 28 Kilogramm. Zudem liegt der Pro-Kopf-Konsum von Fleisch in Deutschland mit 60 Kilogramm doppelt so hoch wie von der deutschen Gesellschaft für Ernährung maximal empfohlen wird.

Eine große Gefahr ist das Greenwashing. Wenn wir alles in Grün (also biologisch) kaufen, ist die Auswirkung auf unseren CO2-Fußabdruck deutlich geringer als wenn wir unser Konsumverhalten überdenken und uns bewusstmachen, wieviel CO2 wir mit unseren Lebensmitteln miteinkaufen.

Eine ausgewogene Ernährung ist für unsere Gesundheit wichtig. Dementsprechend gelten für den nachhaltigen Konsum die Grundregeln der gesunden Ernährung. Auch Bio Süßigkeiten enthalten Zucker und der Biowein Alkohol. Unter https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge können Sie sich über vollwertige Ernährung informieren.

Auch gilt, frische und unverarbeitete Lebensmittel sind klimafreundlicher als verarbeitete und / oder tiefgefrorene Produkte. Umso weiter unsere Lebensmittel verarbeitetet sind und umso länger sie gelagert und gekühlt werden, desto mehr Energie muss aufgewendet werden.
Doch nicht nur die Auswahl der Produkte hat Auswirkungen auf die Emissionen. Auch unser Weg zum Supermarkt und die Zubereitungsart spielen eine große Rolle. Fährt man mit dem Auto zu einem weit entfernten Supermarkt, nimmt man negativen Einfluss auf die Produkte.

Verpackte Produkte werden häufig schön präsentiert, doch vor allem Obst und Gemüse benötigt keine Plastikschale, da die Produkte mit ihrer eigenen Schale natürlich verpackt sind. So sparen wir uns den Aufwand bei der Entsorgung der Verpackung. Auch die Lagerung kann man effizient gestalten und den Strom für den Kühlschrank mit Ökostrom beziehen. Und beim Kochen gilt, die Menge gut kalkulieren und Deckel auf den Topf.

Und stets gilt: nur wenn wir Produkte wirklich verzehren, lohnt sich der Kauf. Denn etwa ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel werden weggeworfen. In Deutschland sind es pro Kopf etwa 80 KG. Dies entspricht jedem achten Lebensmittel. Damit werfen wir etwa 230 Euro jährlich in die Tonne. Hier sind die Folgen für das Klima ebenso fatal wie für den Geldbeutel. Also lieber gut überlegt einkaufen, am besten mit Einkaufsliste und zusätzlich die Vorräte beschränken.
Außerdem muss das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum kein Grund sein, das Produkt direkt zu entsorgen. Mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum garantiert der Hersteller die Haltbarkeit. Häufig ist ein Produkt noch deutlich drüber hinaus haltbar. Hier gilt es Vertrauen auf den eigenen Geruchs- und Geschmackssinn zu haben, also einfach riechen, probieren und entscheiden.

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