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Familienplaner - Dezember

Advent, Advent ein Lichtlein brennt … Die Weihnachtszeit hat begonnen und die Vorbereitungen für das Weihnachtsfest laufen auf Hochtouren. Etwa 30 Millionen Weihnachtsbäume werden in den kommenden Wochen in Deutschland verkauft. Sage und schreibe 17 Milliarden Lämpchen leuchten – und es werden womöglich ähnlich viele Plätzchen gebacken! Es gibt also zahlreiche Gelegenheiten, um auf den Klimaschutz zu achten. Nutzen Sie die folgenden Tipps und genießen Sie eine entspannte und klimafreundliche Weihnachtszeit!

1. Kerzen aus nachhaltigen Rohstoffen
Kerzen werden meist aus Paraffin hergestellt, das aus Mineralöl gewonnen wird. Es gibt auch Kerzen aus nachwachsenden Rohstoffen, wobei hier nicht alle als nachhaltig gelten zum Beispiel Palmöl, Soja und Raps aus Übersee. Weitere Alternativen sind Stearin (aus pflanzlichen oder tierischen Fetten) und Bienenwachs. Empfehlenswert sind Kerzen also wie bei allem: am besten vegan, biologisch, fair und regional. Bei Teelichtern sollten Sie auf Schalen aus Aluminium verzichten und stattdessen wiederverwendbare aus Glas oder Edelstahl nutzen.

2. Lichterketten mit LED und Zeitplan
Allein in Deutschland leuchten an Weihnachten ungefähr 17 Milliarden Lämpchen an Bäumen, Kränzen und in Fenstern. Knapp ein Viertel davon sind noch immer herkömmliche Glühlämpchen. Auch bei Ihnen? Dann sollten Sie jetzt auf LED-Lichterketten umstellen. Denn die verbrauchen nicht nur deutlich weniger Strom, sondern sorgen so auch für eine wesentlich geringere CO2-Belastung. Pro Kette können Sie über die Feiertage bis zu zehn Euro an Stromkosten sparen. Noch mehr lässt sich sparen, wenn die Lichterketten nicht rund um die Uhr leuchten. Einen Zeitplan für die Dämmerung und Nacht können Sie mit Zeitschaltuhren oder smarten Steckdosen einrichten.

3. Natürlich dekorieren
Fürs Dekorieren gibt es ebenfalls viele nachhaltige Optionen. So können Sie zum Beispiel auf Plastik und Lametta verzichten. Für den Weihnachtsbaum eignen sich stattdessen etwa Plätzchen aus Salzteig, getrocknete Scheiben von Orangen, Zitronen oder Äpfeln, Sterne oder Ketten aus Holz, Stroh, Pappe oder Papier und Glaskugeln. Für die Deko auf Tisch oder Fensterbank können Sie auch Hagebutten, Tannenzapfe, Nüsse oder Zweige verwenden. Ein zusätzlicher Effekt der natürlichen Deko ist die direkte Auswirkung auf das Raumklima. Ansonsten gilt wie immer: Das Wiederverwenden erhöht den nachhaltigen Aspekt. Dementsprechend kann man erst einmal die Second-Hand-Stores aufsuchen, auch Velbert bietet hier einige Möglichkeiten. Für alle, die gerne etwas Abwechslung haben möchten, ist das Austauschen der Dekoration mit Freundinnen, Freunden und Familie eine gute Möglichkeit.

4. CO2-arm statt kalorienarm backen
In der Adventszeit und zu Weihnachten wird besonders viel gebacken. Dabei gibt es jede Menge Möglichkeiten, den Ausstoß von CO2 zu vermeiden. Am einfachsten geht das, indem man bei den Plätzchen die Butter durch Margarine ersetzt. Setzen Sie also möglichst auf vegane Rezepte. Die nötige Hitze im Backofen gibt es meist dank Strom oder Gas. Auch hier können Sie ansetzen, indem Sie zu Ökostrom oder Biogas wechseln. Außerdem spart alleine das Nutzen von Umluft anstelle der Ober-/Unterhitze bis zu 20% Energie.

5. Smart einkaufen
Etwa ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel wird weggeworfen. Besonders an Weihnachten wird oft zu viel eingekauft. Versuchen Sie deshalb vor allem, keine Lebensmittel zu verschwenden. Setzen Sie lieber auf ökologische Qualität statt auf Quantität. Auch ein veganes oder vegetarisches Festmahl schmeckt. Wer sich für Fleisch entscheidet: Wildfleisch, Geflügel oder Schwein haben eine deutlich bessere Klimabilanz als Rindfleisch. Für alle Lebensmittel gilt, dass sie dann die beste Klimabilanz aufweisen, wenn sie biologisch, saisonal und regional sind. Wenn man sich doch verkalkuliert hat, kann man das Essen einfrieren oder teilen, anstatt es zu entsorgen. Vielleicht freut sich eine Person in der direkten Nachbarschaft über eine mit Liebe zubereitete Mahlzeit. Für noch nicht verwertete Produkte können Sie nach Food-Sharing Möglichkeiten schauen.

6. Anders schenken
Geschenke zu bekommen macht jeden glücklich, genauso wie das Schenken selbst. Dabei sollte man allerdings nicht dem übertriebenen Konsum zum Opfer fallen. Geschenke, die im Regal verstauben, mag niemand. Setzen Sie im Zweifel auf ein etwas anderes Geschenk: zum Beispiel ein unvergessliches Erlebnis wie einen gemeinsamen Theater- oder Konzertbesuch oder etwas Selbstgemachtes. Oder Sie verschenken eine Spende: Hilfsorganisationen bieten ausgefallene Geschenke, die gleich doppelt Freude bringen; wie etwa 50 junge Bäume für ein Projekt im Kongo und eine passende Dankes-Karte für Sie als Geschenk. Auch beim Adventskalender können Sie Müll vermeiden und zusätzlich noch gute Taten vollbringen – recherchieren Sie einfach mal!

7. Kreativ verpacken
Vermeiden Sie Geschenkpapier-Müll, indem Sie recyceln. Nutzen Sie zum Verpacken einfach Zeitungspapier, Zeitschriften, alte Kalender oder Kraftpapier. Das können Sie außerdem selbst gestalten und so Ihrer Verpackung eine persönliche Note geben. Mit einem schönen Kartoffelstempel kann man das triste Zeitungspapier neu erstrahlen lassen. Verwenden Sie Geschenke auch selbst zum Verpacken, wie einen Schal oder Stoffbeutel für Obst und Gemüse – oder Behälter wie Keksdosen oder Einmachgläser. Und wem das gekaufte Geschenkpapier besonders wichtig ist, der kann darauf achten, dass das Papier aus 100% Altpapier besteht. Der Blaue Engel ist zum Beispiel ein entsprechendes Siegel und bedeutet, dass für dieses Papier kein Baum gefällt worden ist.

8. Nachhaltigen Weihnachtsbaum wählen
Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume werden alleine in Deutschland jedes Jahr verkauft. Dies bedeutet, dass die 30 Millionen Bäume aus dem bestehenden Ökosystem entfernt werden, um nur wenige Tage bei uns zu Hause zu stehen. Die gefällten Tannen können dementsprechend kein CO2 mehr binden. Dabei bindet eine etwa zwei Meter hohe Tanne im Jahr 40 kg CO2. Nachhaltige Angebote sind bei Weihnachtsbäumen immer noch die Ausnahme. Die meisten Weihnachtsbäume stammen von großen Plantagen, auf denen Pestizide eingesetzt werden. Drei von vier sind damit laut BUND auch nach dem Kauf belastet. Empfehlenswert sind deswegen Bio-Weihnachtsbäume – natürlich am besten aus der Region. Eine schöne Tradition ist es, einen Weihnachtsbaum mit Wurzel zu kaufen. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man diesen einpflanzen und so oft es geht wieder verwenden. So kann der Weihnachtsbaum mit den Kindern wachsen.

9. Nicht zu viel heizen
Überhitzte Wohnräume sind nicht nur beim Plätzchenbacken oder für Gäste an Weihnachten unangenehm. Auch für unsere körpereigenen Abwehrkräfte sind sie nicht gut. Dabei bemerken wir kaum, ob es 21 oder 22 Grad warm ist. Achten Sie also darauf, Ihre Wohnräume nicht zu überheizen – besonders wenn Sie backen, Gäste empfangen oder viele Kerzen anzünden. Falls Sie über die Feiertage verreisen, kann die Temperatur auf etwa 15 °C herunter geregelt werden, was einer Einstellung zwischen Stufe 1 und 2 bei einem herkömmlichen Thermostat entspricht. Mit einer smarten Heizungssteuerung können Sie die Temperatur erhöhen, bevor Sie wieder zu Hause ankommen.

10. Klimafreundlich reisen
Wer mit Bus oder Bahn statt mit dem Flugzeug zum Familienbesuch reist, kann besonders viel CO2 vermeiden; auf der Strecke von Hamburg nach München und zurück zum Beispiel mehr als 250 kg. Rund um die Feiertage sollten Sie auf jeden Fall rechtzeitig einen Sitzplatz reservieren und etwas mehr Zeit zum Umsteigen einplanen. Und vergessen Sie nicht, zu Hause die Heizung herunter zu regeln!

Die Koordinierungsstelle Klimaschutz wünscht Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest!

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