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Dach- und Fassadenbegrünungen

Gebäudebegrünungen

Gebäudebegrünungen sind nicht nur eine Modeerscheinung, sondern bieten einige klimatische sowie bauliche Vorteile und sind der wohl pflegeleichteste Weg, sich vor Extremwetterlagen zu schützen.
Begrünte Fassaden sind in der Lage durch Bindung von Stäuben und Luftschadstoffen die Luftqualität im Straßenraum zu verbessern. Auch verbessern sie im Sommer durch ihre Kühlleistung das Mikroklima. Im Winter dagegen tragen sie zu einer verstärkten Wärmedämmung der Fassade bei und können eine Energieeinsparung bewirken. Ebenfalls können leichte Lärmschutzeffekte erzielt werden.
Begrünte Dachflächen eignen sich insbesondere als Niederschlagsauffangfläche um entweder im Fall von Starkniederschlägen Überschwemmungen zu vermeiden oder um eine Niederschlagsspeicherung einzuleiten, die über ein Rohrsystem einem Regenwasseraufbereitungssystem in Form von Zisternen zugeführt werden kann (Stichwort: Schwammstadt). Durch eine Anlage einer Dachbegrünung kann zudem eine Reduzierung der Niederschlagswassergebühr von meist etwa 50% durchgesetzt werden. Auch tragen selbst extensive, also nur selten gepflegte Dachbegrünungen zu einem Schutz der Artenvielfalt bei, da sie einen idealen Lebensraum für Fluginsekten bieten.

Gebäudebegrünungen sind im Stadtumbaugebiet Innenstadt sowie im Ortszentrum von Neviges über das Fassaden- und Wohnumfeldprogramm aktuell mit bis zu 40% bzw. 50% der Gesamtkosten förderbar.
Im öffentlichen Raum stellt das Rathaus der Stadt Velbert mit einer begrünten Dachteilfläche ein Beispiel für funktionierende Dachbegrünung da, die in den kommenden Jahren räumlich ausgeweitet werden soll. Hinzu kam im Jahr 2021 eine Dachfläche des Nikolaus-Ehlen-Gymnasiums, die ebenfalls begrünt wurde.

Vorteile
Grünflächen steigern die Artenvielfalt, denn heimische Insekten benötigen diesen als Lebensraum. Zudem haben sie einen Kühleffekt, eine Luftfilterfunktion und eine Lärmfilterungsfunktion. Außerdem können Dachbegrünungen das Objekt dämmen und schützen, sodass der Alterungsprozess von Dachpfannen verlangsamt wird oder auch Regenrinnen vor Beschädigung bei Hagelereignissen geschützt sind. Starkniederschläge können zudem teilweise eingespeichert und verlangsamt an die Umgebung abgegeben werden.

Gründacheignung
Nicht jedes Dach ist aber auch für eine Dachbegrünung geeignet. Die Neigung sollte nicht mehr als zehn bis 15 Grad betragen. Eine Übersicht liefert das neue Gründachkataster des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV). Interessierte Personen erfahren darüber, ob das Dach ihres Hauses für eine Begrünung geeignet ist sowie nach Auswahl einer Substratdicke weitere hilfreiche Planungsdaten. Zudem werden eine standortbezogene Pflanzliste und Ansprechpartner für Regiosaatgut beigefügt. Diese Informationen können für die weitere Gründachplanung verwendet werden.

Planung und Pflege
Bei Planung einer Dachbegrünung sind maßgeblich das Gewicht zu berücksichtigen sowie eine Vorprüfung der Dachabdichtung zu erwägen. Auch der Einsatz einer Wurzelschutzfolie oder einer Dachentwässerung über einen Ablauf beziehungsweise eine Dachrinne können sinnvoll sein. In der Regel können Bestandsdächer extensive Dachbegrünungen tragen, wenn im Gegenzug der häufig ähnlich gewichtsintensive Kiesbelag entfernt werden kann. Im Zweifel sollte jedoch ein Statiker eingesetzt werden und klären ob das Dach die Begrünungslast auch im wassergesättigten Zustand halten kann.
Die Dachbegrünung ist sehr pflegeleicht und kommt mit ein bis zwei Pflegegängen pro Jahr aus. Bei besonders tragfesten Dächern kann auch eine intensive Dachbegrünung in Erwägung gezogen werden, diese kann dann wie ein richtiger Dachgarten angelegt werden.

Weitere Informationen
•    Gründachkataster des LANUV
•    Ausführlichere Informationen zur Planung einer Dachbegrünung bei der Verbraucherzentrale NRW
•    Förderung von “Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle“ der BAFA (auch Dach- und Fassadenbegrünungen!)

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