Analyse der Mobilfunkversorgung

Aufgrund des Beschlusses des Hauptausschusses der Stadt Velbert als Grundlage für ein neutrales Mobilfunkkonzept eine Bestandsaufnahme in Auftrag zu geben und auf Grundlage dieser eine Zieldefinition für ein neutrales Mobilfunkkonzept zu erarbeiten, wurde die IMST GmbH in Kooperation mit der EM-Institut GmbH von der Stadt Velbert mit die Analyse der Mobilfunkversorgung in Velbert beauftragt.

Diese Analyse liegt nun vor und wurde am 17.04.2008 vom Umwelt- und Planungsausschuss zur Kenntnis genommen. Sie enthält detaillierte Aussagen zu den rechtlichen Grundlagen des Mobilfunks (Immissionsschutz, Planungs- und Bauordnungsrecht), zu den technischen Grundlagen (Versorgungsfunktion, Netzkonzeption, Minimierungsansätze der Mobilfunkimmission) sowie zur Netzabdeckung der Mobilfunkanbieter. Abschließend werden Messungen an ausgewählten Standorten präsentiert.

Sie kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass die Planung flächen- und bedarfsdeckender Mobilfunknetze (als staatlich vorgegebene Infrastrukturaufgabe) mit einer möglichst geringen Anzahl an Standorten u. a. auch die Kenntnis betriebsspezifischer Daten (z.B. Versorgungsziel, Kapazitätswerte, Kundennachfrage) benötigt. Die Bereitstellung dieser Daten wird aber von Seiten der Betreiber aus Wettbewerbsgründen abgelehnt, da sie dem Betriebs- und Geschäftsgeheimnis unterliegen. Somit ist eine Grundvoraussetzung für die fachgerechte Erstellung eines neutralen Standortkonzeptes nicht gegeben.

Im Gegensatz zu einer (vermutlich von den Betreibern nicht akzeptierten) neutralen Standortkonzeption, besteht bei der Optimierung einzelner Standorte eher die Chance einer Immissionsminimierung im Konsens mit den Betreibern. Der Umwelt- und Planungsausschuss hat hierzu in seiner Sitzung vom 17.04.2008 beschlossen, die Optimierung einzelner neu geplanter Standorte zu beauftragen und hierfür Vorgaben zu entwickeln.

Die Messungen an 29 untersuchten Orten kamen zu dem Ergebnis, dass die Grenzwerte der 26.BImSchV nur zu einem geringen Teil ausgeschöpft werden. Die kleinste Immission beträgt 0,1 % des Feldstärkegrenzwertes und die größte 13,6%. Bei der Auswertung der Messdaten hat sich ergeben, dass nicht der Abstand zur Anlage für die Höhe der Immission entscheidend ist, sondern vor allem die Orientierung zur Hauptstrahlrichtung sowie die unmittelbare Sichtbeziehung.

Analyse der Mobilfunkversorgung der Stadt Velbert (pdf):

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