Starke Quartiere - starke Menschen

Zu sehen ist eine Karte der Stadt Velbert mit einer Einteilung in zehn Sozialräume. Durch eine Umrandung hervorgehoben ist im westlichen Teil der Sozialraum 14 „Stadtmitte“, in welchem rot abgesetzt das Stadtumbaugebiet „Innenstadt“ liegt.
Grafik: M. Osterhoff/Stadt Velbert

Mit dem integrierten Handlungskonzept zur Aktivierung der Innenstadt von Velbert-Mitte (IHK), mit dem die Stadt Velbert in das Förderprogramm „Stadtumbau West“ aufgenommen wurde, ist eine Grundlage für einen mittlerweile erfolgreich gestarteten Erneuerungsprozess der Innenstadt geschaffen worden. Ergänzend zu den bekannten Förderkulissen hat das Land Nordrhein-Westfalen das Förderprogramm „Starke Quartiere – starke Menschen“ aufgelegt. Hierbei handelt es sich um einen gemeinsamen Aufruf mehrerer EU-Programme - EFRE, ELER und ESF (2014 – 2020) - zur präventiven und nachhaltigen Entwicklung von Quartieren und Ortsteilen, sowie zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung. Verfolgt werden dabei folgende Ziele:

  • Verbesserung der Integration benachteiligter Gruppen in Arbeit, Bildung und in die Gemeinschaft
  • Ökologische Revitalisierung von Quartieren, Städten und Stadtumlandgebieten
  • Entwicklung und Aufbereitung von Brach- und Konversionsflächen zu stadtentwicklungspolitischen bzw. ökologischen Zwecken

Nach ersten Betrachtungen, sowohl im Hinblick auf Sozialstatistik als auch die klimatische Belastung, sieht die Stadt Velbert Anlass zur Vermutung, dass die Anforderungen des Programmaufrufs hier erfüllt werden können und somit ein Aufnahmeantrag für das Programm Aussicht auf Erfolg haben kann. Um Eintritt in dieses Förderprogramm zu erlangen, muss die Stadt Velbert ihr IHK erweitern. Im Fokus stehen dabei die Untersuchung von Bevölkerungs- und Sozialkennwerten als auch des Klimas und der Ökologie.

Der Sozialraum Stadtmitte, welcher sich über einen größeren Bereich zwischen der Trasse des Panoramaradwegs in Norden und Osten, dem Herminghauspark im Westen und der Langenberger Straße und Heidestraße im Süden erstreckt, bildet dabei das Untersuchungsgebiet. Hier besteht ein erhöhter Handlungsbedarf im Rahmen der Inhalte des Förderprogramms. Sozialräume sind im Wesentlichen kleinräumige Planungs- und Steuerungseinheiten für die Sozial- und Jugendhilfeplanung, auf deren Ebene (Sozial-)Daten vorliegen. In Velbert gibt es insgesamt 10 Sozialräume. Der Sozialraum Stadtmitte wurde zum Zeitpunkt der Erstellung des IHK zwar grundsätzlich betrachtet, jedoch nicht in den näheren Fokus gestellt. Das soll nun zur Untersuchung der Zusammenhänge nachgeholt werden.

Parallel zur Aufstellung des IHK wurde im Jahr 2015 auch das Energie- und Klimakonzept für Velbert aufgestellt. Da zum Zeitpunkt des Beschlusses über das IHK noch keine verwertungsfähigen Erkenntnisse daraus für den Geltungsbereich der Innenstadt vorlagen, muss dieser Aspekt nun nachträglich noch Eingang in das Stadterneuerungskonzept finden. Aspekte des Klimaschutzes finden sich allein aufgrund der gesetzlichen Anforderungen bereits grundsätzlich in jeder Maßnahme, jedoch sind insbesondere im Themenfeld der Klimaanpassung zusätzliche aktive Maßnahmen zu ergreifen, um relevante Erfolge zu erzielen.

Die Verwaltung wird daher das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt anhand der Anforderungen erweitern, um in das Förderprogramm "Starke Quartiere, starke Menschen" aufgenommen zu werden.

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