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Forum Niederberg

Forum Niederberg, Foto: Hans Blossey
Zu sehen ist eine Luftaufnahme des Forum Niederberg aus dem Jahr 2015. Im Zentrum des Luftbildes befindet sich das Forum, am rechten unteren Bildrand der Europaplatz, unten links die Villa Herminghaus. Im Hintergrund ist die Bebauung rund um die Bahnhofstraße und Oststraße zu erkennen.

Das Forum Niederberg wurde im Jahr 1982 eröffnet und seither als Theater und Stadthalle im Zentrum der Stadt Velbert genutzt. Es beherbergte neben dem Veranstaltungsangebot auch das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum sowie die zentrale Stadtbücherei. Bautechnische Defizite und ein erheblicher Modernisierungsbedarf sowie gestiegene Anforderungen an den Brandschutz der Versammlungsstätte führen dazu, dass das Gebäude in dem jetzigen Zustand nicht mehr uneingeschränkt betrieben werden darf. Faktisch ist der Theatersaal mit Großbühne als Kern des Bauwerkes bereits seit Sommer 2015 außer Betrieb gesetzt, eine zweckmäßige Nutzung des Hauses findet seitdem nicht mehr statt. Nach nunmehr fast 40-jähriger Nutzungszeit zeigt sich zudem, dass die inhaltliche Ausrichtung nicht mehr den gewandelten gesellschaftlichen Anforderungen und den konkreten örtlichen Bedarfen genügt.
Das Forum Niederberg wird daher eine grundlegende Umnutzung erfahren. Ziel ist die Weiterentwicklung des bestehenden Forums zu einer Freizeitmöglichkeit für die Bürgerschaft, die eine bessere Durchmischung des Gebietes mit Menschen verschiedener Herkunft, Altersstrukturen und sozialen Lagen erreicht und damit zur Verbesserung des öffentlichen Raums und Wohnumfelds sowie zur Reaktivierung der Innenstadt beiträgt und eine Strahlungswirkung auf das benachbarte Umfeld ausübt. Die Bürger sollen hier die Möglichkeit haben, in Ihrer Freizeit abseits von Beruf und Ausbildung freiwillig ein breites Spektrum an Angeboten wahrzunehmen. Durch diese vielseitigen Angebote soll die Verbesserung der Integration benachteiligter gesellschaftlicher Gruppen in Arbeit, Bildung und die Gemeinschaft und damit insbesondere auch soziale Prävention erreicht werden, um der Ausgrenzung bestimmter Gruppen gegenzusteuern. Mit dem Bürgerforum Niederberg hat die Stadt Velbert die einmalige Möglichkeit, basierend auf einer gemeinsamen Bedarfsanalyse das Potential und die Kräfte mehrerer Einrichtungen zu bündeln und synergetisch wirken zu lassen.

Forum Niederberg, Foto: Planungsamt, Stadt Velbert
Zu sehen ist eine Außenansicht des Forum Niederberg vom Europaplatz aus betrachtet. Zentral ist der Haupteingang zu erkennen, am rechten Bildrand die Räumlichkeiten der Bücherei. Links im Pavillon des Gebäudes ist ein Café, im Obergeschoss die "Schloßschmiede". Im Vordergrund kreuzt eine Person den Europaplatz.

Bildung und Kultur sind existenzielle Bestandteile eines demokratischen gesellschaftlichen Lebens. Es gilt, den Gestaltungswillen und die Kreativität der Bürger mit Aktivitäten und Angeboten insbesondere auch in deren Freizeit zu entwickeln und zu fördern und so zur Verbesserung der Integration benachteiligter Gruppen beizutragen. Darüber hinaus soll die kulturelle, soziale, politische und berufliche Teilhabe individuell und gemeinschaftlich unterstützt werden. Das jeweils aktuelle gesellschaftliche, soziale und kulturpolitische Zeitgeschehen ist Grundlage des Handelns.

Mit dem neuausgerichteten Forum Niederberg soll eine starke Einrichtung für die gesamte Bürgerschaft, auch für die sogenannte bürgerliche Mitte geschaffen werden. Dies soll eine besondere Integrationskraft zur Einbeziehung aller anderen Bevölkerungs- und Bildungsschichten entwickeln. In der Velberter Innenstadt ist ein stetiger Rückzug der sogenannten bürgerlichen Mitte zu verzeichnen. Es gilt auch, die Angebote für Kultur, Bildung und Freizeit und somit eine Verbesserung des Wohnumfeldes zu erzeugen, um die Innenstadt als attraktiven Wohnstandort zu fördern und zu sichern. Das Infrastrukturangebot richtet sich grundsätzlich nach den Anforderungen der Kunden. Bedingt durch eine sozial schwache Bevölkerung, die nur eine schwache Nachfrage bieten kann, sinkt das Angebot nach den Gesetzen der Privatwirtschaft. Um dem Abbau der bürgerlichen und gesellschaftlichen Infrastruktur entgegenzuwirken und den negativen Trend zu stoppen und umzukehren, ist ein kommunales Handeln notwendig. Die hohen Zielsetzungen können nur durch ein vernetztes Zusammenwirken von Akteuren, die über nachweisliche Potentiale in Bildung, Kultur und Beratung verfügen, erreicht werden.
Das neuausgerichtete Forum Niederberg soll ein Ort werden, an dem die Bürger ihre Freizeit verbringen und menschliche Interaktion und gezielte Angebote Prozesse zur Veränderung initiiert werden. Es geht um die Vermittlung eines demokratischen Grundverständnisses, das eine integrierte plurale Gesellschaftsstruktur ermöglicht, erhält und den sozialen Frieden sichert. Das Bürgerforum soll ein Raum der Begegnung einer lebendigen Innenstadt sein. Menschen aus dem Sozialraum sollen aufeinander sowie auf regionale und internationale Gäste treffen. Darüber hinaus soll es ein Treffpunkt verschiedenster Kulturen, sowie von Alleinstehenden und Familien werden. Das Forum soll eine von Toleranz, Integration und Akzeptanz geprägte bürgerschaftliche Entwicklung unterstützen. Es soll ein Ort der Kreativität, der Geselligkeit, des sozialen Zusammenlebens, verschiedener Generationen sowie ein Ort des Lernens, der Information und der Diskussion werden.
Hierzu werden die Volkshochschule, die Musik- und Kunstschule, die Bibliothek, soziale Beratungsangebote sowie kulturelle Angebote räumlich und inhaltlich zusammengeführt, um einen deutlichen Mehrwert für die Bevölkerung zu erreichen. Die architektonische Struktur im Bürgerforum soll allen Besuchern einfache Zugänge zu allen Angeboten bieten. Die Wege sollen kurz sein und es sollen keine gedanklichen sowie baulichen Barrieren zwischen den Akteuren für den Besucher vorhanden sein.

Um die genannten Ziele zu erreichen, sind umfangreiche bauliche Veränderungen am Gebäude erforderlich. Für eine fristgerechte Umsetzung und um die Einhaltung des Kostenrahmens sicherzustellen, ist die Vergabe im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft auf dem Wege eines Verhandlungsverfahrens vorgesehen.

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