Gerhart-Hauptmann-Schule
Klimaresiliente Umgestaltung des Schulhofs
Die Stadt Velbert investiert nachhaltig in den Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen wird der Schulhof der Gerhart-Hauptmann-Schule am Bartelskamp ökologisch und zukunftssicher umgestaltet. Dieses zukunftsweisende Projekt wird durch das Förderprogramm der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen kofinanziert.
Was wird gemacht?
Das Projekt konzentriert sich umfassend auf den nördlichen Schulhof sowie den Innenhof 1 der Schule. Um der sommerlichen Überhitzung und der Entstehung von Hitzeinseln wirksam entgegenzuwirken, wird das alte, versiegelte Betonsteinpflaster großflächig zurückgebaut. An dessen Stelle entstehen artenreiche Grünflächen sowie moderne, entfaltbare Freiflächenbeläge.
Der prägende Baumbestand bleibt weitestgehend in die neue Gestaltung integriert und wird durch umfassende Neupflanzungen gezielt ergänzt und aufgewertet. Punktuelle Anpassungen am Bestand erfolgen ausschließlich im Zuge der Neugestaltung sowie zur Erfüllung der Verkehrssicherheit. Um die Vegetation langfristig zu sichern und auch in Hitzeperioden optimal zu versorgen, bildet eine neue Zisterne ein zentrales Element der Wasserversorgung. Ergänzend wird für ein naturnahes Regenwassermanagement und zum Schutz vor Starkregenereignissen eine innovative Regenwassermulde errichtet.
Da die Dachflächen des Gebäudes aus statischen Gründen nicht begrünbar sind, wird als wirksame Ersatzmaßnahme eine vertikale Fassadenbegrünung an den Südfassaden realisiert, die als direkter Hitzeschutz dient. Ergänzt wird diese Maßnahme durch moderne Sonnenschutzanlagen im Aufenthaltsbereich der Schülerinnen und Schüler.
Wann wird gebaut?
Der Baubeginn für die Umgestaltung des Schulhofes ist voraussichtlich für Mitte 2027 vorgesehen. Aktuell befindet sich das Projekt in der Ausführungsplanung und in Teilen noch in der Entwurfsphase.
Warum ist das wichtig?
Diese Maßnahme ist von zentraler Bedeutung, um die Lebens- und Lernqualität an der Gerhart-Hauptmann-Schule langfristig zu sichern. Durch die dichte Vegetation und den Entsiegelungsprozess wird das Mikroklima spürbar verbessert, Hitzeinseln werden reduziert und eine wirksame Staubbindung wird erzielt. Gleichzeitig fördert die Maßnahme den natürlichen Regenwasserkreislauf vor Ort und erhöht die Resilienz des Bodens bei langanhaltender Trockenheit. Neben den ökologischen Vorteilen führt die Umgestaltung zu einer erheblichen Aufwertung des Schulhofs. Es entstehen kleinteilige, klimaresistente Spiel-, Sport- und Bewegungsflächen, die den Schülerinnen und Schülern eine gesunde, attraktive und abwechslungsreiche Pausengestaltung im Freien ermöglichen.

