Um Personalengpässe in den städtischen Kindertageseinrichtungen aufzufangen, hat die Stadt Velbert ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt gestartet: den Einsatz eines Vertretungspools. Rund 3.000 Kinder besuchen derzeit 50 Kitas verschiedener Träger in Velbert.
Nach einer öffentlichen Ausschreibung der Stadt Velbert wurde ein Personaldienstleistungsunternehmen damit beauftragt, die Versorgung mit Vertretungskräften in Velberter Kindertageseinrichtungen sicherzustellen. Seit dem 15. September 2025 stellt das P_WERK vier sozialpädagogische Fachkräfte zur Verfügung, um bei krankheitsbedingten Engpässen kurzfristig einsatzbereit zu sein.
Warum der Vertretungspool nötig ist
Hintergrund sind krankheitsbedingte Ausfälle von Fachkräften, die in einzelnen Einrichtungen immer wieder zu kurzfristigen Einschränkungen oder gar Schließungen geführt haben – eine Situation, die besonders für Eltern zur Belastungsprobe wird. Sozialdezernentin Sandra Ernst unterstreicht die Bedeutung: „Für uns steht das Wohl der Kinder an erster Stelle. Sie brauchen eine verlässliche Betreuung. Mit dem Vertretungspool geben wir Eltern Sicherheit und unseren Kitas die dringend nötige Unterstützung.“
Wichtig ist: Das externe Team ersetzt nicht die regulären Abläufe der Träger, sondern unterstützt gezielt dann, wenn Ausfälle dazu führen, dass die gesetzlich vorgeschriebene Fachkraftquote nicht mehr eingehalten werden kann. Der Vertretungspool ergänzt damit die Eigenmaßnahmen der Träger – etwa interne Springerpools – und schafft zusätzliche Verlässlichkeit für Kinder, Eltern und Einrichtungen. Das Pilotprojekt ist zunächst auf fünf Monate angelegt, mit der Option auf Verlängerung.
