Feuer in Spielhalle Feuerwehr Velbert drei Stunden im nächtlichen Einsatz

Hauptamtliche Wache und die beiden ehrenamtlichen Löschzüge aus Mitte wurden heute Nacht um 01:51 zum Brand in einer Spielhalle an der Heiligenhauser Straße gerufen. Die ersten Kräfte trafen bereits sechs Minuten nach der Alarmierung ein und stellten in der Tat eine starke Rauchentwicklung fest. Der Einsatzleiter setzte einen Trupp unter Atemschutzgeräten mit Brechwerkzeug ein, um sich gewaltsam Zugang zu dem Objekt zu verschaffen und danach mit der ersten Schlauchleitung zur Brandbekämpfung ins Gebäude vorgehen. Für die nachrückenden Kräfte gab er den Befehl, von der Hardenberger Straße aus vorzugehen. Die dort eintreffenden Einheiten verschafften sich ebenfalls gewaltsam Zugang zum Gebäude und gingen ebenfalls mit einer Schlauchleitung in das Gebäude vor. Der Brandherd konnte schnell inmitten der Spielhalle gefunden und abgelöscht werden. Allerdings hatten die Flammen bereits auf die abgehängte Deckenkonstruktion übergegriffen, die bereits in weiten Teilen herabgestürzt war. Die darüber verlegten Kabelleitungen waren weitestgehend verschmort und sorgten für eine massive Rauch- und Rußbelastung des gesamten Objektes inklusive aller Einrichtungsgegenstände, sodass der Schaden vorläufig auf rund 100.000 EUR geschätzt wird. Nach Belüftung und Ausleuchten der Einsatzstelle wurden weitere Glutnester mit Hilfe einer Wärmebildkamera gesucht und abgelöscht, ehe die Einsatzstelle der Polizei übergeben wurde, die die Brandursachenermittlung übernehmen wird. Die zur Schaffung von Reserven nachalarmierten Kräfte aus dem Einsatzbereich Neviges kamen indes nicht mehr zum Einsatz. Glücklicherweise kam es nicht zu Personenschäden, da die Spielhalle zum Zeitpunkt des Brandes geschlossen hatte. Feuerwehr und Rettungsdienst mussten gleichwohl eine Person betreuen, die sich -wohl überrascht durch das Einsatzgeschehen- panisch auf den Balkon ihrer Wohnung des Nachbarhauses flüchtete. Nach kurzer Betreuung konnte diese Person aber wieder in ihre Wohnung zurück geführt werden und hat den Rest der Nacht hoffentlich friedlich geschlafen. Für die rund 50 Einsatzkräfte war indes nach Abschluss des Einsatzes um 04:41 Uhr und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft durch Auffüllen der Fahrzeuge kaum noch zu denken.

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