Rund um
die Alte Kirche versammeln sich historische Fachwerkhäuser,
umgeben von prachtvollen Villen, die vom Wohlstand verschiedener
Epochen zeugen.
Mit seinem historischen Stadtkern besitzt Velbert-Langenberg eines der am
besten erhaltenen kleinstädtischen Ortsbilder in Nordrhein-Westfalen. Die in den Hang hinunter
gebaute Stadt bietet einen malerischen
Einblick in verwinkelte Gassen, deren liebevoll ausgestattete Häuser und
Geschäfte zum Verweilen einladen. Sehenswert sind die Alte Kirche, eine
Evangelische Pfarrkirche von 1726 mit einer geschnitzten Kanzel, sowie die
1877 erbaute neue Evangelische Kirche mit einer eindrucksvollen Dachkonstruktion
aus geschweiften, reich geschmückten Gurtbalken.
Im Jahre 1913
entschlossen sich der Seidenfabrikant Adalbert Colsman und seine Frau Sophie zu
einer Stiftung: Ein Bürgerhaus sollte entstehen, ein Haus, das den vielfältigen
Aspekten des sozialen und kulturellen Lebens einen festen Raum gewährte. Als
Veranstaltungsort für Theater- und Konzertaufführungen wurde das Bürgerhaus bis
Mitte 2006 den Wünschen der Stifter entsprechend genutzt. Es war bis zu diesem
Zeitpunkt ein beliebter
Treffpunkt für Theater- und Musikfreunde, die eine nostalgische Atmosphäre
bevorzugen und bot seinen Besuchern „gute Unterhaltung und edle Erholung".
Zur Zeit wird das Bürgerhaus aufwendig saniert und steht daher für die
Öffentlichkeit bis auf weiteres nicht zur Verfügung.
Bemerkenswert
an dem Gebäude ist die äußere Gestaltung mit Türmen und Erkern, dem
überdachten Gang und der Bürgerhaustreppe.
Bürgerhaus Langenberg
Hauptstraße 64, 42555 Velbert
Für kulturelle und private Veranstaltungen steht in Langenberg die
"Eventkirche Langenberg" eines privaten Trägers zur Verfügung:
Eventkirche
Langenberg: www.event-kirche.de
Sender Langenberg
Bereits im Januar 1927 ging der erste große Rundfunksender
auf dem 245 Meter hohen Hordtberg in Langenberg auf Sendung. Das Kernstück der
Sendeanlage waren damals zwei Gittertürme von 100 Metern Höhe und drei
wassergekühlte und 20 Kilowatt starke Senderöhren. 1934 erhielt Langenberg eine
neue Antenne in einem 160 Meter hohen Holzturm, um die Reichweite zu erhöhen.
Zwar wurde der Mast 1935 durch einen Orkan zerstört, doch der Sendebetrieb wurde
zügig erweitert. 1939 betrug die Leistung des Senders bereits 100 Kilowatt.
Wenige Wochen vor dem Ende
des zweiten Weltkrieges wurde die Anlage gesprengt. Doch bereits im Herbst 1945
konnte man durch einen kleinen, mobilen Sender von 20 Kilowatt Leistung wieder Langenberg empfangen.1948
wurde der bis dahin von der Post betreute Sender dem neu gegründeten
Nordwestdeutschen Rundfunk übergeben, der ihn bis 1950 zum UKW- und
Fernsehsender für bald 11 Millionen Menschen ausbaute.
1989 bekam der Langenberger Sender einen 301 Meter hohen „großen Bruder".
Aufgrund seiner Lage ist der Sender ein beliebtes Ausflugsziel. Rund um den
Hordtberg befinden sich viele Wanderwege
und laden die Besucher auch zu einem Abstecher ins
bergisch geprägte Langenberg ein.