Die Einrichtung eines Stadtteilmanagements in Birth/Losenburg
wurde nach der Beratung des Integrierten Handlungskonzeptes seitens des Landes
als erste wichtige Maßnahme eingeschätzt und eine entsprechende Förderung
zugesagt. Mit Eingang des Bewilligungsbescheides bei der Stadt Velbert konnte im
Anschluss eines beschränkten Ausschreibungsverfahrens zum 1. August 2004 die
Planungsgruppe STADTBÜRO und das Planungsbüro BASTA mit dem Stadtteilmanagement
beauftragt und die Arbeit aufgenommen werden. Zunächst wurde vom
Stadtteilmanagement im Stadtteil Birth ein Ladenlokal von der
Wohnungsbaugesellschaft Velbert für das vor-Ort-Büro angemietet und
eingerichtet. Hier ist das Stadtteilmanagement zunächst an zwei Tagen in der
Woche präsent.
Das Büro dient als
- Anlaufstelle für die Bewohnerschaft
Seit Eröffnung des Büros des Stadtteilmanagements suchen zahlreiche Bewohner
und Bewohnerinnen das Ladenlokal auf, um dort ihre Anregungen anzubringen.
- Koordinationsstelle
In dem Büro findet u. a. der regelmäßige jour-fixe mit Vertretern der Stadt
sowie die meisten Gespräche mit den Akteuren und Kooperationspartnern aus dem
Stadtteil statt.
- Sitzungsraum für verschiedene Arbeitskreise
Mittlerweile nutzt die Interessengemeinschaft der Einzelhändler "IG Birther
Kreisel" die Räumlichkeiten für seine Sitzungen, an denen das
Stadtteilmanagement beteiligt ist.
Die Lenkungsgruppe tagt ebenfalls in den Räumen des Stadtteilmanagements.
Damit hat sich das Büro des Stadtteilmanagements in wenigen
Wochen zu einer bekannten und festen Adresse im Stadtteil entwickelt, die von
den unterschiedlichen Gruppen und Akteuren rege aufgesucht und genutzt wird. Bei
der Aufnahme der Arbeit konnte das Stadtteilmanagement die bereits vielfältigen
vorhandenen Strukturen im Stadtteil nutzen, um sich und seine Arbeit bekannt zu
machen und die ersten Kontakte zu knüpfen. Insbesondere die durch den SKFM und
seinem Stadtteilzentrum geknüpften Netzwerke stellen bereits eine gute Basis für
die Arbeit des Stadtteilmanagements dar.
Darüber hinaus existiert in dem Stadtteil bereits ein großes
Potenzial an Akteuren mit hohem Engagement für die Stadtteile, die den
bisherigen Prozess der Stadterneuerung konstruktiv verfolgt haben und sich auch
zukünftig einbringen wollen.
Die bisherigen Arbeitsschwerpunkte des Stadtteilmanagements (unter
Beteiligung der Stadt Velbert) waren
- Kontaktaufnahme und Gespräche mit den Akteuren (beispielsweise: städtische
Fachabteilungen, Wohnungsunternehmen, Bürgervereine, soziale Einrichtungen),
bei denen es insbesondere um eine Konkretisierung und Weiterentwicklung des
vorliegenden Integrierten Handlungskonzeptes für Birth/Losenburg ging.
- Teilnahme an Arbeitsgruppensitzungen (Kriminalpräventiver Rat,
Stadtteilkonferenz, AK Integration, AK OGATA/Offene Ganztagsschule)
- Entwicklung und Einführung einer Organisations- und Arbeitstruktur für die
Stadtteilerneuerung Birth/Losenburg
umter anderem Einrichtung eines jour-fixes mit Vertretern der relevanten Fachämtern
- Übernahme der Moderation der Lenkungsgruppe
- Erste Skizze für ein Wohnumfeldkonzept, dass die Maßnahmen der
Wohnungsunternehmen mit den Maßnahmen auf den öffentlichen Flächen koordiniert
- Erste Analyse des Wohnungsmarktes und erste Bewertung des Wohnstandortes
Birth und Losenburg
- Projektleitung zusammen mit SKFM für das 1. stadtteilfest Birth/Losenburg
- Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit
Entwicklung eines Logos und Erstellung eines Faltblattes.

Bei dem vom Bürgerverein Birth in Kooperation mit der IG Birther Kreisel
organisierten Martinsmarkt (2004 und 2005) hat sich das Stadtteilmanagement zusammen mit der
Stadt Velbert mit einem eigenen Stand beteiligt und über seine Arbeit
informiert sowie Meinungen und Anregungen der Bewohnerschaft abgeragt.
In den letzten Monaten hat das Stadtteilmanagement
- wesentliche Themenfelder (Konkretisierung der Wohnumfeldmaßnahmen,
Festlegung von Bauabschnitten, Erneuerungsstrategien für das Einkaufszentrum
und für den Wohnungsbestand, Entwicklung von B&Q-Projekten) für Birth und
Losenburg aufbereitet, um die Konsequenzen mit den entsprechenden Experten und
Akteuren zu diskutiert und entsprechende Maßnahmen zu entwickelt.
- kleinteilige "Starterprojekte" entwickelt, um den Prozess der
Stadterneuerung für eine breitere Öffentlichkeit konkret und sichtbar zu
machen. Als vorrangig anzugehende Handlungsfelder stellten sich bei den
Gesprächen Angebote für Kinder und Jugendliche, für Senioren sowie die Pflege
und Verbesserung des Wohnumfeldes heraus.
Für die Förderantragstellung im Mai 2006 (Soziale Stadt 2007) der Stadt
Velbert übernimmt das Stadtteilmanagement wesentliche Moderations- und
Koordinationsfunktionen ( z. B. weitere Wohnumfeldmaßnahmen). Derzeitig laufen
Abstimmungsgespräche zum Umbau des Gemeindezentrums zum offenen Bürgerhaus, bei
dem das Stadtteilmanagement die Projektkoordination für die Zeit des Umbaus
übernehmen wird.
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