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Interessantes zum StadtteilDer regionale KontextDie Stadt Velbert liegt am nördlichen Rand des bergischen Landes (Region Niederberg) und ist die zweitgrößte Kommune im Kreis Mettmann. Innerhalb des Großraumes Rhein – Ruhr liegt Velbert – Mitte etwa gleich weit entfernt von den Zentren der umliegenden Großstädte Essen, Wuppertal und Düsseldorf. Ihre jetzige Größe erreichte sie mit der Gemeindereform 1975, als die Städte Velbert, Langenberg und Neviges zur Stadt Velbert zusammengeschlossen wurden. Seither liegt die Bevölkerungszahl nahezu konstant bei etwa 90.000 Einwohner/-innen. Die Stadtteile Birth und Losenburg liegen in Velbert – Mitte etwa 2 km nordwestlich des Stadtzentrums. Aus landesplanerischer Sicht (Gebietsentwicklungsplan) sind im Bereich der Stadtteile zur Zeit keine Nutzungsänderungen zu erwarten.
Einwohnerzahl
Quelle:Stadt Velbert, Stichtag 15.07.2003 Lage und Entwicklung des ErneuerungsgebietesDie Stadtteile Birth und Losenburg werden nach Süden und Osten zum Stadtkern hin begrenzt durch die A 44, die in diesem Bereich größtenteils überdeckelt ist. Westlich und nördlich grenzen Birth und Losenburg an den offenen Freiraum an. Prägendes Element beider Stadtteile ist eine bewegte Topographie, beide Stadtteile sind topographisch auf das zwischen ihnen verlaufende Rinderbachtal orientiert. Die infrastrukturelle Anbindung zum Stadtkern erfolgt über drei Straßen, die teilweise über die Stadtteile hinaus infrastrukturelle Bedeutung haben. Bis zum 2. Weltkrieg war das Gebiet der heutigen Stadtteile Birth und Losenburg durch kleine Hofstellen und Siedlungssplitter geprägt. Kristallisationspunkte in Birth waren dabei die Birther Straße sowie eine Erzförderanlage im Bereich Geranienweg, deren Schacht heute noch existiert. In Losenburg konzentrierte sich die Bebauung zunächst auf den Bereich Losenburger Weg/ Werdener Straße und die Krehwinkler Höfe. Nach dem 2. Weltkrieg kam es in beiden Stadtteilen zu
umfangreichen Mietwohnungs- und Siedlerwohnungsbau sowie dem Aufbau der
Nahversorgungsinfrastruktur. In Losenburg herrschte zunächst eine Bebauung mit Einzel- und Doppelhäusern vor, ab Mitte der 70er wurden auch hier größere Einheiten realisiert. Nach der Eröffnung des Klinikums Niederberg im Stadtteil Losenburg 1978 wurden bis 1992 die meisten verbleibenden Baugrundstücke sowohl mit kleinteiligen Einzel- und Reihenhäusern, als auch mit größeren Einheiten bebaut. In dem Zusammenhang wurde auch ein Nahversorgungszentrum realisiert. Sozio-demographische Situation des Erneuerungsgebietes Tabelle: Sozio-demographische Grunddaten
Quellen: BevölkerungIn Birth und Losenburg wohnen mit 11.625 Einwohnern
(Stand:31.12.2002) insgesamt 13% der Bevölkerung der Gesamtstadt. Migranten sind keine prägende Gruppe in Birth und Losenburg. Gleichwohl ist in Birth ein deutlich höherer Anteil an Migranten zu verzeichnen als im Durchschnitt der Gesamtstadt. In Losenburg ist ein unterdurchschnittlicher Wert zu verzeichnen, wobei allerdings zu berücksichtigen ist, dass russlanddeutsche Aussiedler wegen ihrer deutschen Staatsangehörigkeit nicht als Migranten erfasst werden, faktisch aber Migranten sind. Die Anzahl dieser Bevölkerungsgruppen in Losenburg ist hoch, offizielle Zahlen liegen nicht vor. Fast ein Viertel aller Sozialhilfeempfänger der Gesamtstadt wohnt im Bereich Birth/ Losenburg. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der Bevölkerung ist entsprechend höher als auf Ebene der Gesamtstadt, in Birth sogar wesentlich höher. GebietsabgrenzungBirth und Losenburg/ Plätzchen unterscheiden sich hinsichtlich der Baustruktur wie auch in der Problemsituation. Beide Bereiche werden räumlich durch das Rinderbachtal getrennt. Bei der Abgrenzung von Erneuerungsgebieten, insbesondere mit einer präventiven Ausrichtung, ist es jedoch sinnvoll, auch sozial stabilisierende Bereiche sowie wichtige Institutionen einzubeziehen. Ebenso ist die gemeinsame Betrachtung funktional verflochtener Bereiche sinnvoll. In das Erneuerungsgebiet werden einerseits die stabilisierende Gebiete der Eigenheime und der Bereich "Am Plätzchen" einbezogen, bei deren Bevölkerung eine langfristige Bleibeperspektive besteht. Sie stellen ein wichtiges Potenzial für den Aufbau von Selbstorganisation und bürgerschaftlichem Engagement auch in den anderen Gebieten dar. Andererseits werden Birth und Losenburg zu einem gemeinsamen Erneuerungsgebiet zusammengefasst, da insbesondere über das Schulzentrum in Birth eine intensive Verflechtung zwischen den Stadtteilen existiert. Das Gebiet wird im Norden begrenzt durch die Kettwiger Straße (K4). Im Osten läuft die Grenze entlang der Werdener Straße (B224), den Krehwinkler Weg entlang an der alten Feuerwache vorbei zur Autobahn und bezieht die Autobahnüberdeckelung mit ein. Südlich verläuft die Grenze entlang der Autobahn und dann entlang des südlichen Siedlungsrandes. Im Westen folgt die Grenze der Stadtgrenze zu Heiligenhaus, wobei auch das zwischen Birth und Losenburg liegende Rinderbachtal in das Gebiet eingeschlossen wird.
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