Meldung vom 23.01.2007 Orkan Kyrill trifft Velberter Bäume schwer Der Orkan, der in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar durch Deutschland zog, hat in den Velberter Grünanlagen und Wäldern zum Teil für schwerste Schäden gesorgt. Besonders Linden, die mit ihrem dichten Kronenaufbau besonders viel Angriffsfläche für den Sturm bieten, waren betroffen. So stürzten entlang der Birther Straße fünfzehn Linden samt Wurzelteller um und blockierten die Straße. Auch in der Friedensstraße stürzten vier Linden um, zwei weitere mussten entnommen werden, da sich der Wurzelteller bereits angehoben hatte und die Bäume umzustürzen drohten. Bereits am letzten Freitag konnten die Technischen Betriebe Velbert (TBV) diese Bäume soweit aufarbeiten und beiseite räumen, dass der Verkehr hier wieder fließen konnte. Auch am letzten Samstag waren rund 50 Mitarbeiter der TBV im Einsatz, um die öffentlichen Straßen und Bürgersteige frei zu räumen und Gefahren durch nicht mehr standsichere Bäume abzuwenden. Deutlich länger wird die Schadensbeseitigung auf dem Waldfriedhof und dem ehemaligen evangelischen Friedhof an der Hohlstraße dauern. Zahlreiche umgestürzte Bäume machten ein Durchkommen am Freitagmorgen unmöglich, mittlerweile konnte der Bestattungsbetrieb jedoch wieder aufgenommen werden. Dennoch bleiben der Waldfriedhof und der Friedhof an der Hohlstraße voraussichtlich bis zum 29. Januar geschlossen. Besonders stark betroffen ist auch der neu gestaltete Herminghauspark. Neben insgesamt rund 160 Bäumen auf dem gesamten Areal des Parks ist auch die rund 100 Jahre alte Lindenallee ein Opfer des Orkans geworden. Von ehemals 23 stattlichen Linden stehen nur noch zwei. Der Sparkassenspielplatz wurde glücklicherweise nicht von umgestürzten Bäumen getroffen. Die Aufräum- und Reparaturarbeiten werden noch viele Wochen in Anspruch nehmen. Daher ist ein Betreten des Herminghauspark bis auf weiteres strengstens untersagt. Auch im städtischen Forst sind große Schäden zu beklagen, rund 10.000 Festmeter Holz hat der Sturm umgerissen. Nach den Bestimmungen des Landesforstgesetzes sind die Wälder durch den Landesbetrieb Wald und Holz. NRW bis auf weiteres gesperrt und dürfen unter gar keinen Umständen betreten werden. Es kann immer noch zu Nachwürfen und herabstürzenden Ästen kommen. Auch Schutzhütten dürfen nicht aufgesucht werden. Bei Spaziergängen ist ein ausreichender Abstand zum Waldrand, mindestens 40 Meter, zu halten. Die TBV arbeiten die aufgetretenen Schäden nach Prioritäten ab. Zunächst wurden öffentliche Straßen und Wege freigeräumt und gefährliche Bäume und Äste gesichert oder entnommen. Danach folgen Schulen, Kindergärten, Spielplätze und Friedhöfe. Erst wenn in diesen Bereichen alle Gefahren beseitigt sind, werden umgestürzte Bäume in Grünanlagen, Schnittgut und andere Schäden beseitigt. Die Aufräumarbeiten werden noch Wochen in Anspruch nehmen. Stadt Velbert
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