Meldung vom 29.04.2008
Kunst im Rathaus
Abstrakte Werke von Linda Berendes und Skulpturen von Alexandra Harth werden ab 8. Mai ausgestellt
Die Ende 2006 begonnene Ausstellungsserie „Kunst im Rathaus“ wird am 8. Mai mit zwei hervorragenden Künstlerinnen des Künstlerbundes Velbert fortgesetzt. Die freischaffende Heiligenhauser Künstlerin Linda Berendes präsentiert abstrakte Bilder in Acryl und die neben ihrer beruflichen Tätigkeit im Velberter Haus Bucken freischaffende Bildhauerin Alexandra Harth, Skulpturen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 8. Mai um 18 Uhr in der zweiten Etage des Rathausneubaus statt. Hierzu sind alle Kunstinteressierten herzlich eingeladen. Bis 31. Juli ist die Ausstellung dann während der Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Die einzelnen Zeiten sind montags von 8 bis 16 Uhr, dienstags und mittwochs von 8 bis 15 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.
Linda Berendes malt keine Botschaften, denn die könnte sie ja viel leichter verbal formulieren. Sie malt ganz einfach Farben, Stimmungen, Augenblicke, die ganz unterschiedlich in Form und Stil sein können. Der Betrachter ist aufgefordert, selbst zu assoziieren, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, sie vielleicht zu äußern, dadurch ins Gespräch zu kommen, vielleicht kontrovers zu diskutieren. Die Malerei dient nach ihrer Auffassung ganz einfach der Kommunikation. So hat sie auch für ihre Arbeit ganz provokant den Begriff gewählt „LINDA BERENDES Bedarfsoptimierte Kunst“. Sie definiert diesen Begriff mit künstlerischer Umsetzung individueller Kundenwünsche anhand verschiedener Parameter, wie beispielsweise vorhandene Farbigkeiten im Raum, Platzangebot, Unternehmensgegenstand bei Geschäftskunden, Stil, Geschmack und Persönlichkeit bei Privatkunden.
Viele etablierte Künstler haben ihrer Meinung nach vergessen, dass es Tradition hat, auch in der Kunst Kundenwünsche zu erfüllen. Selbst die „alten Meister“ haben schon immer Aufträge vom Klerus, den Landesfürsten und Ihren Gönnern umgesetzt. Heutzutage sind es die Unternehmen und gut situierte Privatleute.
Berendes liebt die Freiheit, die ihr die freischaffende Arbeit mit der Kunst bietet, ebenso wie die Abwechslung. Der Reiz des Neuen, das Spiel mit unterschiedlichen Themen, Techniken und Materialien sind elementar für sie.
Zeitgleich zur Ausstellung im Rathaus stellt Berendes noch bis Anfang Juni gegenständliche Werke in der Wasserburg Haus zum Haus in Ratingen aus. Weitere Ausstellungen im Forum Niederberg und im Haus Herbede in Witten im Laufe dieses Jahres sind geplant.
Alexandra Harth liebt sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei die Arbeit mit den Gegensätzen. Gegensätze in der Ein-beziehung von verschiedensten Materialien, sowie in der prozesshaften Auseinandersetzung in der künstlerischen Arbeit. Sie sagt zu ihrem künstlerischen Schaffen: „Ich vergleiche Kunst zu schaffen mit einer unaufhörlichen Wanderung auf einem Pilgerweg, der, sobald ich unterwegs bin, viele wunderschöne Plätze schenkt, die einladen, mit allen Sinnen aufzunehmen, Altes eventuell anders wiederzufinden, Neues zu entdecken und fremdes Terrain zu betreten. Die Summe dieser Erfahrungen und Erkenntnisse könnte am Ende vielleicht zur Wahrheit führen.“ Zu Spüren, was noch nicht sichtbar ist, empfindet Harth fast schon als meditativen Prozess, gleichzeitig aber auch als eine Quelle an Impulsen, die in der Arbeit mit dem Material einen sinnlichen Charakter erzeugen kann
Ihre Skulpturen arbeitet Alexandra Harth vornehmlich in Marmor, jedoch auch in Alabaster, Serpentin, Holz und Gips. In ihrer Malerei verwendet sie am liebsten hochwertige italienische Pigmente, die sie einarbeitet, sowie selbst hergestellte Strukturmassen, Acryl, Öl und jegliche Formen von Kreiden.
Im letzten Jahr gab es von ihr eine Einzelausstellung in der katholischen Bildungsstätte in Duisburg und Gemeinschaftsausstellungen in Bochum und Wuppertal.
Nähere Infos zu beiden Künstlerinnen gibt es auch im Internet unter www.lindaberendes.de und www.alexandraimatelier.de.
Mehr Infos zu den Künstlerinnen
Stadt Velbert
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