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Pressemitteilungen

Meldung vom 07.04.2008

Stühle in der Vorburg:
Zeichnungen von Norbert Molitor werden ausgestellt

Ab 13. April werden im Westflügel der Vorburg Schloss Hardenberg unter dem Titel „Stühle“ 65 Zeichnungen von Norbert Molitor ausgestellt. Zur Vernissage am Sonntag, 13. April, um 11 Uhr, lädt der Kultur- und Veranstaltungsbetrieb Velbert (KVBV) alle interes-sierten Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Die Eröffnungsreden halten Dr. Fabian Kern, Geschäftsbereichsleiter Kultur des KVBV und Dr. Karl Erb vom Kunstverein BrachLand. Die Ausstellung ist freitags von 9 bis 13 Uhr und sonn- und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Von montags bis donnerstags kann die Ausstellung in der Zeit zwischen 9 bis 16 Uhr nach vorheriger telefonischer Anmeldung unter 02053/912-275 besucht werden. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung endet am 12. Mai.
Der Zeichner Norbert Molitor arbeitet seit Jahren an seinem Thema 'Stühle und andere Sitzgelegenheiten'. Einer ersten Stühle-Ausstellung in Schloss Lüntenbeck (Wuppertal) 2004 folgt nun im April eine weitere Ausstellung seiner 42 mal 60 cm großen Arbei-ten und seiner aktuellen '5-Minuten-Stühle' in der Vorburg Schloss Hardenberg.
Norbert Molitor, der vermutlich der einzige Zeichner ist, der ausschließlich Stühle zeichnet, arbeitet mit Tusche auf A3 großen Blättern, die er rückseitig mit Tesafilm auf das einheitliche Endformat 42 mal 60 cm zusammenfügt. Er ergänzt einen Teil seiner Zeichnungen mit tagebuchartigen Randbemerkungen in einer Geheimschrift, die er vor Jahren selbst erfunden hat. Sine Stühle stehen oft im Zentrum kleiner, geheimnisvoller Geschichten, die zum Assoziieren und Entschlüsseln einladen. Er gibt seinen Stühlen Titel wie: ’Eleganter Deckchair mit Wurstkissen', ’Flugzeugangriff auf bequemen Sessel' oder ’Stuhl mit Gegenwind'. An seinen Stühlen, die er nicht ohne Eleganz und Ironie aufs Papier bringt, interessieren ihn nur die Möglichkeiten, seine Haltung zu perfektionieren: Wie kann man Perspektive, wenn man sie beherrscht, einfach weglassen; wie kann ein Alltagsgegenstand als Skulptur so faszinierend sein, dass man sich beim Zeichnen nicht langweilt? Und wie einfach muss eine Zeichnung sein, um schön über den abgebildeten schönen Gegenstand hinaus zu sein?
Molitor kennt keine Farben, keine Riesenformate und auch keine unterschiedlichen Formate, die seinen Ordnungssinn stören würden, und will von Malerei nichts wissen, weil er in der Zeichnung die raffiniertere Disziplin sieht. Neu und abseits von seinen seit 1999 gezeichneten 2-Blatt-Stühlen sind seine aktuellen '5-Minuten-Stühle', die er in wenigen Minuten auf kleine, 12 mal 12 cm große Formate zeichnet. Während der Ausstellung kann man ihm sonntags zwischen 14 und 17 Uhr dabei zusehen.

Stadt Velbert

 



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